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Die Wüste lebt!

Die Atacamawüste ist als trockenste Wüste der Welt bekannt. Das klingt sehr lebensfeindlich und normalerweise wird man hier auch nur echte Überlebenskünstler vorfinden: Stachelbewehrte Kakteen und Büsche sowie graubraune Guanacos, Füchse, Echsen und andere scheue Wüstenbewohner in Tarnfarben sind auf den ersten Blick nur schwer auszumachen, so dass dem Besucher die Gegend gleich ganz unbewohnt vorkommen kann.

Alle drei bis fünf Jahre jedoch zaubert ein beeindruckendes Naturphänomen einen wundervollen Blütenteppich über die sandfarbenen Flächen: „El Desierto Florido“, die blühende Wüste. Kleine Samen und Blumenzwiebeln, die im Wüstenboden begraben lagen, werden durch den Winterregen zum Leben erweckt, es entfalten sich bis zu 200 endemische Pflanzenarten. Dieses Phänomen wirkt ebenfalls anziehend auf eine Vielzahl von Insekten und Vögeln, die in diesem Gebiet verweilen und durch ihre Koexistenz während dieser Zeit ein sehr spezielles Ökosystem bilden. Wenn auch in diesem Jahr aufgrund der nicht ganz ausreichenden Regenmenge im Winter nicht alle Winkel der Wüste erblühen werden, so lohnt sich ein Abstecher doch allemal. Wer die blühende Wüste besuchen möchte, sollte sich bald auf den Weg machen, denn zum Ende des Monats Oktober und mit Beginn des Sommers verblühen die Blumen und hinterlassen ihre Samen in der Erde, wo sie für mehrere Jahre ruhen werden. Am besten kann das Phänomen der blühenden Wüste zwischen La Serena, Vallenar und Copiapó sowie in den Nationalparks Llanos del Challe (bei Vallenar) und Pan de Azucar (nördlich von Copiapó) beobachtet werden.

Bei Fragen zur blühenden Wüste und zu unseren Touren in Nordchile hilft Ihnen Ihr/e travelArt Ansprechpartner/in gerne weiter.

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